Meldungen des Jahres 2015

Meldung vom 18. Dezember 2015

Weihnachts- und Neujahrswünsche

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Förderer der Geschichtswerkstatt,
liebe Leserinnen und Leser der „Gerbergasse 18“,

die Geschichtswerkstatt wünscht Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr 2016! Wir danken Ihnen herzlich für die Unterstützung unserer Aktivitäten im zurückliegenden Jahr und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Vielleicht suchen Sie für die ruhige Zeit zwischen den Jahren noch eine interessante Lektüre? Dann empfehlen wir Ihnen die aktuelle Ausgabe unserer Zeitschrift „Gerbergasse 18“. Neben Artikeln zum Schwerpunkt „Sprache in der Diktatur“ finden Sie in Ausgabe 4/2015 weitere Beiträge zu Themen der Zeitgeschichte und des Zeitgeschehens. Das Inhaltsverzeichnis und Leseproben stehen hier zur Verfügung; im Jenaer Buchhandel ist die neue Ausgabe bereits erhältlich.

Ebenfalls hinweisen möchten wir auf unseren Zeitzeugenfilm „Gesichter der Friedlichen Revolution. Jena 1989–2009“ aus dem Jahr 2009. Die Dokumentation ist seit Kurzem in voller Länge bei YouTube abrufbar: https://youtu.be/2zF5ztsXomY

Mit freundlichen Grüßen

Vorstand und Mitarbeiter der Geschichtswerkstatt Jena e.V.

PS: Bitte beachten Sie, dass unsere Geschäftsstelle vom 21. bis zum 31.12.2015 nicht besetzt ist.

Meldung vom 17. Dezember 2015

Ausgabe 4/2015 der „Gerbergasse 18“ erschienen

Cover Heft 77

Die Ausgabe 4/2015 unserer Zeitschrift „Gerbergasse 18“ ist erschienen. Ihr Schwerpunkt ist das Thema „Sprache in der Diktatur“.

Wenn die Zeitung „Neues Deutschland“ vor 1989 über die SED berichtete, wurde an Platz nicht gespart. Allein der Abdruck der Rede Erich Honeckers auf dem Parteitag von 1986 bedeckte mehr als sechs Zeitungsseiten, inklusive der obligatorischen Zusätze über „stürmischen Beifall“ und „Hochrufe auf die Partei der Arbeiterklasse“. Linguisten sprechen in diesem Zusammenhang von offizieller Kommunikation, die von hochtrabendem Pathos und fehlender Individualität geprägt ist. Welcher Sprachstil herrschte hingegen vor, wenn nichtöffentlich oder in Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner formuliert wurde? Die neue Ausgabe der „Gerbergasse 18“ beschäftigt sich auf Basis von zahlreichen Textbeispielen mit Fragen rund um den Schwerpunkt „Sprache in der Diktatur“. Weitere Themen im Heft sind unter anderem das künstlerische Schaffen von Bruno Apitz im KZ Buchenwald, Stasi-Entführungen aus West-Berlin, Agententreffs in Bulgarien sowie das Jenaer Gedenken an den Bombenkrieg von 1945. In den Rezensionen geht es um einen Reisebericht aus Wladiwostok und die langerwartete Gesamtdarstellung des Umbruchs der Universität Jena zwischen 1989 und 1991.

Das Inhaltsverzeichnis und einige Leseproben sind hier abrufbar, zudem können Sie das Heft über das Kontaktformular bestellen. Im Jenaer Buchhandel ist die neue Ausgabe ab sofort erhältlich.

Meldung vom 08. Dezember 2015

Zeitzeugenfilm „Gesichter der Friedlichen Revolution. Jena 1989–2009“ bei YouTube

Unser Zeitzeugenfilm „Gesichter der Friedlichen Revolution. Jena 1989–2009“, 1. Teil der Projektreihe „Zeitzeugenwerkstatt“, ist ab sofort komplett auf dem YouTube-Kanal der Geschichtswerkstatt zu sehen:


In Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Jena entstand im Jahr 2009 ein erster Zeitzeugenfilm aus Anlass des Jubiläums 20 Jahre Friedliche Revolution sowie Ende der deutsch-deutschen Teilung. Im Mittelpunkt der Collage aus Zeitzeugenerinnerungen stehen die unmittelbaren Ereignisse in der Stadt Jena in den wechselvollen Jahren 1989 und 1990. Insgesamt 45 Zeitzeugen/innen wurde für das Projekt befragt, ihre Erinnerungen, Eindrücke und Erfahrungen gingen in das Ausstellungsprojekt „Die Friedliche Revolution in Jena. Gesichter des Herbstes 1989“ ein. Die Ausstellung wurde von Oktober 2009 bis März 2010 im Stadtmuseum Jena gezeigt, dazu erschien 2010 eine Ausstellungsdokumentation als Band 20 in der Reihe „Dokumentation“ der Städtischen Museen Jena. 

Die Reihe „Zeitzeugenwerkstatt“ der Geschichtswerkstatt Jena wird regelmäßig weitergeführt und erweitert, weitere filmische Dokumentationen und spannende Ausschnitte finden Sie in unserem YouTube-Kanal. Wenn Sie einen der Filme auf DVD erweben wollen, wenden Sie sich bitte über das Kontakformular an unsere Geschäftsstelle.

Meldung vom 19. November 2015

Terminhinweis: 10 Jahre Gedenkstätte im Torhaus Gera

Der Verein "Gedenkstätte Amthordurchgang" aus Gera feiert am 22. November 2015 das 10-jährige Bestehen seiner Gedenk- und Begegnungsstätte im Torhaus. In Kooperation mit dem Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA) wird aus diesem Anlass zu folgenden Veranstaltungen eingeladen:

  • Sonntag, 22. November 2015, um 14.00 Uhr:
    Öffentliche Mitgliederversammlung des Vereins
    Veranstaltungsort: Gedenkstätte im Torhaus, Amthordurchgang 9, 07545 Gera
  • Sonntag, 22. November 2015, um 17.00 Uhr:
    Konzert/Lesung und Gespräch mit Ekkehard Maaß
    Veranstaltungsort: Puppentheater Gera, Gustav-Hennig-Platz 5, 07545 Gera
    Der Eintritt ist frei.

Der Veranstaltungsflyer kann hier abgerufen werden.

Meldung vom 29. Oktober 2015

Terminhinweis: Beratungs- und Gesprächsangebot für Betroffene von SED-Unrecht am 12.11.2015 in Jena-Lobeda

Veranstalter: Thüringer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Bürgerkomitee des Landes Thüringen e. V. Beratungsinitiative Thüringen
Termin: Donnerstag, 12. November 2015, von 09:00 - 12:00 und 13:00 - 17:00 Uhr
Ort: Jena-Lobeda, Stadtteilzentrum LISA, Werner-Seelenbinder-Str. 28 a, Raum 8

Zur Minderung der Folgen von SED-Unrecht wurden durch den Deutschen Bundestag die SED-Unrechtsbereinigungsgesetze beschlossen:

  • Die Strafrechtliche Rehabilitierung ermöglicht die Aufhebung rechtsstaatswidriger Entscheidungen der DDR-Justiz oder behördlicher Entscheidungen zur Freiheitsentziehung, sofern sie der politischen Verfolgung oder (sonstigen) sachfremden Zwecken gedient hat.
  • Die Verwaltungsrechtliche Rehabilitierung dient der Aufhebung rechtsstaatswidriger Maßnahmen von DDR-Organen, die durch Eingriffe in Gesundheit, Vermögen oder Beruf noch heute unmittelbar schwer und unzumutbar für den Betroffenen fortwirken.
  • Die Berufliche Rehabilitierung zielt auf einen Nachteilsausgleich für politisch motivierte Eingriffe in Ausbildung oder Beruf.

Anträge auf Rehabilitierung können noch bis zum 31.12.2019 gestellt werden.

Weiterhin können auch Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR gestellt werden.

Das Beratungs- und Gesprächsangebot kann ohne Voranmeldung wahrgenommen werden. Während der Sprechzeiten besteht die Möglichkeit der telefonischen Nachfrage unter der Telefonnummer 0175-8628016.

Ansprechpartner vor Ort: Frau Böhme (ThLA) und Herr Buchta (Beratungsinitiative SED-Unrecht)

Meldung vom 17. Oktober 2015

MDR berichtet über Geschichtswerkstatt

Das „Thüringen Journal“ des MDR hat am 16.10.2015 über die Aktivitäten unseres Vereins berichtet, darunter die diesjährige Zeitzeugenwerkstatt zu 25 Jahren Wiedervereinigung und die Zeitschrift „Gerbergasse 18“. Das Video der Sendung kann in der MDR-Mediathek abgerufen werden, der Abschnitt zur Geschichtswerkstatt startet ab 24:20 min: http://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/a/video303806.html

Meldung vom 15. Oktober 2015

Terminhinweis: Beratungs- und Gesprächsangebot für Betroffene von SED-Unrecht am 20.10.2015 in Meuselwitz

Veranstalter: Thüringer Landesbeauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Bürgerkomitee des Landes Thüringen e. V. Beratungsinitiative Thüringen
Termin: Dienstag, 20. Oktober 2015, 09:00 - 12:00 und 13:00 - 17:00 Uhr
Ort:
Meuselwitz, Stadtverwaltung, Rathausstr. 1, Raum 26, 1. Etage

Zur Minderung der Folgen von SED-Unrecht wurden durch den Deutschen Bundestag die SED-Unrechtsbereinigungsgesetze beschlossen:

  • Die Strafrechtliche Rehabilitierung ermöglicht die Aufhebung rechtsstaatswidriger Entscheidungen der DDR-Justiz oder behördlicher Entscheidungen zur Freiheitsentziehung, sofern sie der politischen Verfolgung oder (sonstigen) sachfremden Zwecken gedient hat.
  • Die Verwaltungsrechtliche Rehabilitierung dient der Aufhebung rechtsstaatswidriger Maßnahmen von DDR-Organen, die durch Eingriffe in Gesundheit, Vermögen oder Beruf noch heute unmittelbar schwer und unzumutbar für den Betroffenen fortwirken.
  • Die Berufliche Rehabilitierung zielt auf einen Nachteilsausgleich für politisch motivierte Eingriffe in Ausbildung oder Beruf.

Anträge auf Rehabilitierung können noch bis zum 31.12.2019 gestellt werden.

Weiterhin können auch Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten beim Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR gestellt werden.

Das Beratungs- und Gesprächsangebot kann ohne Voranmeldung wahrgenommen werden. Während der Sprechzeiten besteht die Möglichkeit der telefonischen Nachfrage unter der Tel.-Nr. 03448-443206 und 0175-8628016.

Ansprechpartner vor Ort: Frau Böhme (ThLA) und Herr Buchta (Beratungsinitiative SED-Unrecht)

Meldung vom 09. Oktober 2015

Einladung zur Zeitzeugendokumentation „Friedliche Revolution und Deutsche Einheit 1989/90 in Jena. Skizzen einer Bilanz“

Am 15. Oktober 2015 wird ab 18.00 Uhr die Zeitzeugendokumentation „Friedliche Revolution und Deutsche Einheit 1989/90 in Jena. Skizzen einer Bilanz“ im Kino „Schillerhof“ (Helmboldstraße 1, 07749 Jena) gezeigt. Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stadt Jena. Der Eintritt ist frei, aufgrund des begrenzten Platzkontingentes ist jedoch eine vorherige telefonische Reservierung beim Kino unter 03641-523653 erforderlich.

Am 15. Oktober 1989 fand in der Jenaer Jenaer Stadtkirche 15.10.1989Stadtkirche die erste öffentliche Vorstellung neuer Parteien und Bewegungen statt, ein wichtiges Datum im historischen Kalender der Stadt. Diese Veranstaltung wurde noch am gleichen Abend wiederholt, Schätzungen zufolge kamen damals zu beiden Terminen insgesamt über 3.000 Teilnehmer. Nun findet am Jahrestag dieses Geschehens die Premiere unserer neuen Zeitzeugendokumentation statt. Dazu wurden zahlreiche Zeitzeuginnen und Zeitzeugen befragt, die über ihre unterschiedlichen Erfahrungen und Eindrücke berichten. Die wechselvollen Ereignisse zwischen Friedlicher Revolution 1989 und Deutscher Einheit 1990 bieten Anlass für eine Zwischenbilanz: Was ist gelungen, was missglückt und welches persönliche Fazit kann gezogen werden? Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion und des Austausches.

Die Dokumentation ist Teil der in diesem Jahr durchgeführten Zeitzeugenwerkstatt der Geschichtswerkstatt Jena, unterstützt und gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, den Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Volksbank Saaletal sowie den Carl Zeiss Förderfonds.


Foto: Aufnahme vom Nachmittag des 15. Oktober 1989 in der Jenaer Stadtkirche von Dr. Rüdiger Grunow (Closewitz).

Meldung vom 06. Oktober 2015

Ausgabe 3/2015 der „Gerbergasse 18“ erschienen

Cover Heft 76

Die Ausgabe 3/2015 unserer Zeitschrift „Gerbergasse 18“ ist erschienen. Ihr Schwerpunkt ist das Thema „Deutschlandbilder“.

Vor einem Vierteljahrhundert, am 3. Oktober 1990, trat die DDR dem Geltungsbereich des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland bei – damit vollzog sich die deutsche Wiedervereinigung. Die neue Ausgabe will sich anlässlich dieses Jubiläums weniger mit den konkreten Ereignissen vor 25 Jahren beschäftigen, sondern ihren Blick vielmehr auf unterschiedliche Bilder von Deutschland richten. Im Rahmen des Titelthemas geht es um Vielfalt in der Einheit, das sogenannte Zonenrandgebiet, real anzuschauenden Sozialismus und schließlich um die Rezeption des Juristen Hans Litten im geteilten Deutschland. Weitere Beiträge im Heft beschäftigen sich unter anderem mit der Städtepartnerschaft zwischen Jena und Erlangen, der Rolle des US-Musikers Dean Reed für die SED-Kulturpolitik sowie mit Stasi-Verstrickungen ehemaliger DDR-Schiedsrichter.

Das Inhaltsverzeichnis und einige Leseproben sind hier abrufbar, zudem können Sie das Heft über das Kontaktformular bestellen. Im Jenaer Buchhandel ist die neue Ausgabe ab sofort erhältlich.

Meldung vom 01. Oktober 2015

Zeitzeugenfilm „Deutsche Teilung – Deutsche Wiedervereinigung“ am Tag der Deutschen Einheit bei JenaTV

3. Oktober 1990 vor dem ReichstagDer einstündige Zeitzeugenfilm „Deutsche Teilung – Deutsche Wiedervereinigung“ der Geschichtswerkstatt Jena ist am kommenden Tag der Deutschen Einheit bei JenaTV zu sehen. Beginnend am 3. Oktober 2015 um 20:00 Uhr wird der Film bis zum Nachmittag des 5. Oktober 2015 alle drei Stunden ausgestrahlt. Der genaue Zeitplan kann hier eingesehen werden; nähere Informationen zu den Empfangsmöglichkeiten von JenaTV im Kabelnetz oder per Smart-TV sind hier verfügbar.

20 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Thüringen werden im Film zu ihren Erlebnissen im geteilten Deutschland befragt. Die aufgezeichneten Gespräche spiegeln die deutsch-deutsche Teilungsgeschichte von der Nachkriegszeit bis zur Friedlichen Revolution von 1989 wider. Neben sehr persönlichen Episoden ergab sich ein markantes Resultat: Die Teilung musste notgedrungen akzeptiert werden, jedoch nahmen sie fast alle Gesprächspartner als „unnatürlichen“ Zustand wahr.

Einige Ausschnitte des Zeitzeugenfilms können vorab hier auf unserer Homepage angesehen werden.


Foto: In der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 1990 wurde um Mitternacht die Fahne der Einheit an einem großen Fahnenmast vor dem Reichstagsgebäude gehisst. (Bundesarchiv, Bild 183-1990-1003-400 / Grimm, Peer / CC-BY-SA 3.0)

Meldung vom 22. September 2015

Veranstaltungshinweis: „JENA IN DEN 80ER JAHREN: DER JAZZ UND DIE STAATSMACHT“

Der Jenaer Jazzclub „Jazz im Paradies e.V.“ lädt zu einem JIP-LogoVortrags-, Gesprächs- und Konzertabend am Donnerstag, 8. Oktober 2015, 20:00 Uhr in das Café Wagner (Wagnergasse 26, 07743 Jena) ein: 

Anlass hierzu ist eine Masterarbeit, die sich mit der Jenaer Szene um den ehemaligen Studentenklub „Jazz im Paradies“ in den 1980er-Jahren, der DDR-Kulturpolitik und dem Verhältnis des SED-Regimes und seiner ausführenden Organe in Bezug auf die Jazzszene des Landes auseinandersetzt und durch den Musikwissenschaftler und Jazzforscher Martin Breternitz an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT angefertigt wurde. Durch Zeitzeugeninterviews konnten an den Leitfaden der Geschichte des Jenaer Jazzclubs geknüpft Innenperspektiven der Jazzfanszene und Auswirkungen von strenger Kulturreglementierung, Unverständnis durch zuständige Institutionen und Überwachungswahn von Staatssicherheit und Staatsapparat gewonnen und aufgearbeitet werden. 

Diesen Erkenntnissen wird aufgrund ihres Abstraktionspotenzials auf Mechanismen des SED-Apparates und dem Lebensgefühl auch anderer jugendkultureller Szenen in der DDR anlässlich des Jubiläums eine Plattform mittels einer Diskussions- und Gesprächsveranstaltung mit dem Autor, Zeitzeugen und weiteren Gästen geboten. Teilnehmer der Podiumsdiskussion sind: Thomas Eckardt (JiP), Dieter Urban (JiP), Conny Bartlau (Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Jena), Ulli Blobel und Rudolf Kuhl (Band "Jailbreak"); Moderation: Martin Breternitz.

Die Veranstaltung richtet sich sowohl an die Freunde, Förderer und Mitglieder von „Jazz im Paradies e.V.“ als auch an die politisch-historisch interessierte Öffentlichkeit und insbesondere an eine Generation, die DDR und Staatssicherheit nur aus Geschichtsbüchern kennt. Der Gesprächsrunde folgt ein Jazz-Konzert. Der Jenaer Jazzclub „Jazz im Paradies e.V.“ feiert in diesem Jahr sein 35-jähriges Bestehen.

Zeitungsausschnitte aus den 1980er Jahren: PDF-Datei

Nähere Informationen: Jazzmeile Thüringen und Café Wagner Jena e.V.

Meldung vom 17. September 2015

Einladung zu Vortrag und Exkursion: „Was in Jena begann – eine Spurensuche“

  • Vortrag:
    Datum: Do., 24.09.2015, 18:00 - 19:30 Uhr | Ort: VHS-Gebäude Jena, Grietgasse 17a, Vortragsraum | Dozent: Detlef Himmelreich

    Anlässlich des 70. Jahrestages der Umsiedlung von 122 Spezialisten von Schott und Zeiss von Jena nach Heidenheim an der Brenz sollen die Ereignisse in dieser Veranstaltung reflektiert werden. Jena wurde am 1. Juli 1945 sowjetische Besatzungszone. Parallel wurden in den westlichen Besatzungszonen die Werke neu aufgebaut und standen bald in Konkurrenz zu den Jenaer Unternehmen. Obwohl der Kalte Krieg die Teilung immer heftiger vorantrieb, blieben jedoch die menschlichen Beziehungen unter schwierigsten Bedingungen bestehen. Im Mittelpunkt soll die Teilung Deutschlands am Beispiel der Unternehmen Zeiss und Schott nach 1945 stehen.
    Zu dieser Veranstaltung wird am Samstag, 26.09.2015, eine Exkursion in der Stadt angeboten (Kurs B10131).
    Eine Veranstaltung der VHS Jena in Zusammenarbeit mit der Geschichtswerkstatt Jena e. V.
    Dieses Bildungsangebot findet begleitend zur ARD-THEMENWOCHE "Heimat" statt.
    Eine Anmeldung bei der Volkshochschule Jena (Kursnummer: B10130) ist erforderlich.

  • Exkursion:
    Datum: Sa., 26.09.2015, 10:00 - 11:30 Uhr | Treffpunkt: VHS-Gebäude Jena, Grietgasse 17a | Dozent: Detlef Himmelreich
    Besichtigung historischer Orte – ein Stadtrundgang: Neugasse (erste Werkstatt), ehemaliges Zeiss-Hauptwerk, Abbe-Denkmal und Schott-Villa.
    Eine Veranstaltung der VHS Jena in Zusammenarbeit mit der Geschichtswerkstatt Jena e. V.
    Dieses Bildungsangebot findet begleitend zur ARD-THEMENWOCHE "Heimat" statt.
    Eine Anmeldung bei der Volkshochschule Jena (Kursnummer: B10131) ist erforderlich.
Meldung vom 21. August 2015

Die Geschichtswerkstatt beim Wenigenjenaer Sommerfest 2015

Am Samstag, den 29. August 2015, informiert Wenigenjenaer Sommerfest 2015die Geschichtswerkstatt Jena im Rahmen des Wenigenjenaer Sommerfestes von 11:00 bis 17:00 Uhr mit einem Stand an der Promenade des Wenigenjenaer Ufers über ihre Arbeit.

Ein Programmflyer für das Sommerfest wird zusammen mit den nächsten "Wenigenjenaer Nachrichten" im Stadtteil verteilt. Der Flyer kann zudem unter www.jena.de/de/529729 heruntergeladen werden.

Grafik: Ortsteilrat Wenigenjena

Meldung vom 09. Juli 2015

Stellungnahme zur geplanten Änderung des Thüringer Feiertagsgesetzes

„Zurzeit befindet sich der Gesetzentwurf der Berliner MauerFraktionen DIE LINKE, der SPD und BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN zum Ersten Gesetz zur Änderung des Thüringer Feiertagsgesetzes (Gesetz zur Einführung eines Gedenktags für die Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai) vom 7. Mai 2015 (Drucksache 6/584) in der parlamentarischen Diskussion. (…) Die Fraktion der CDU hat darüber hinaus einen Änderungsantrag zum Gesetzentwurf der Fraktionen DIE LINKE, der SPD und BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN eingebracht. Sie können Ihre Meinung zu den Fragen abgeben. Mit Ihren Beiträgen, Ihren Erläuterungen oder Ihrer Kritik können Sie Einfluss auf die Arbeit des Innen- und Kommunalausschusses nehmen.“ (Quelle: Homepage des Thüringer Landtages)

Die genannten Dokumente stehen beim Thüringer Landtag zur Verfügung: Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen bzw. Änderungsantrag der CDU-Fraktion.

Die Geschichtswerkstatt Jena nimmt wie folgt Stellung dazu:


Expertise
zu den Vorschlägen der Thüringer RRG-Landesregierung zur geplanten Einführung eines Gedenktages am 8. Mai aus Anlass der Befreiung vom Nationalsozialismus in Deutschland und zu den Gegenvorschlägen der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag


Vorschlag von RRG

Der 8. Mai war für die Deutschen zunächst gefühlt ein Tag der Niederlage, vor allem militärisch.

Erst vor dem Hintergrund der gesellschaftlich anerkannten Verbrechen des NS-Staates wurde er sinnstiftend in einem längeren politischen Prozess zum „Tag der Befreiung“, wobei hier in erster Linie ein aus moralischer Perspektive hergestellter Bezug gegenüber den Kriegs- und NS-Opfern implementiert wurde und wird.

Der DDR diente der 8. Mai ausschließlich der Legitimierung der eigenen politischen Herrschaft. Die moralische Dimension der Schuld des Nationalsozialismus wurde politisch instrumentalisiert als sinnstiftende Ideologie der SED-Herrschaft unter der Ägide der Sowjetunion. Zugleich diente der Tag als Abgrenzungspotential vom Bonner Staat.

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Meldung vom 07. Juli 2015

Ausgabe 2/2015 der „Gerbergasse 18“ erschienen

Cover Heft 75

Die Ausgabe 2/2015 unserer Zeitschrift „Gerbergasse 18“ ist erschienen. Ihr Schwerpunkt ist das Thema „Flucht und Ankunft“.

Mit Mauerfall und Deutscher Einheit 1989/90 endete eine über 40 Jahre andauernde Phase der Teilung, die zu von Flucht und Ankunft geprägten Schicksalen führte. Desillusioniert von der repressiven Realität in der DDR verließen zahlreiche Ostdeutsche ihre Heimat: zunächst noch relativ ungefährdet, später angesichts des zunehmenden Ausbaus des SED-Grenzregimes unter Lebensgefahr. Einige wenige gingen auch den umgekehrten Weg und verließen den Westen, um sich der vermeintlich besseren Alternative östlich des Eisernen Vorhangs anzuschließen. In der neuen Ausgabe der „Gerbergasse 18“ finden sich zahlreiche Artikel rund um die Thematik „Flucht und Ankunft“, so beispielweise über die Kontrollfunktionen staatlicher Grenzen, die DDR-Zwangsaussiedlungen, aber auch die Jenaer Gerichtsmedizin im Dienste der Staatssicherheit bei der Verschleierung von Todesfällen an der innerdeutschen Grenze. 

Weitere Themen im Heft sind unter anderem der Zeiss-Prozess 1953, der gescheiterte Antifaschismus der SED und das komplizierte Dasein als „Depeche Mode“-Fan in der DDR. Die aktuelle politische Lage in Thüringen gerät in den Blick, wenn in einem weiteren Beitrag die historische Entwicklung des „linken Experimentierfeldes Thüringen“ beschrieben wird. Anlässlich der Gründung der Geschichtswerkstatt Jena vor 20 Jahren findet sich darüber hinaus ein Artikel über den Werdegang und künftige Herausforderungen des Vereins im Heft.

Das Inhaltsverzeichnis und einige Leseproben sind hier abrufbar, zudem können Sie das Heft über das Kontaktformular bestellen. Im Jenaer Buchhandel ist die neue Ausgabe ab sofort erhältlich.

Meldung vom 01. Juli 2015

Einladung zum Bürgerfest des Thüringer Geschichtsverbundes am 4. Juli 2015

Bürgerfest 2015


Die Geschichtswerkstatt ist beim Bürgerfest mit einem Informationsstand vertreten. Der Flyer zur Veranstaltung kann hier abgerufen werden.

Meldung vom 24. Juni 2015

Thüringen unterm Linksbündnis: Aufbruch oder Rückschritt für die DDR-Aufarbeitung?


Am 22. Juni 2015 hielt der Vereinsvorsitzende der Geschichtswerkstatt Jena, Dr. Henning Pietzsch, am Institut für Braunschweigische Regionalgeschichte in Braunschweig auf Einladung von Prof. Dr. Matthias Steinbach und Dr. Michael Ploenus vom Historischen Seminar der TU Braunschweig einen Vortrag zum Thema „Thüringen unterm Linksbündnis: Aufbruch oder Rückschritt für die DDR-Aufarbeitung?“.

Das Interesse an dem Thema war groß, da Thüringen zum einen das südliche Anrainerland Niedersachsens ist und zum anderen die Verschiebung der politischen Machtverhältnisse in Thüringen als möglicher Ausgangspunkt für einen weiteren politischen Linksruck in anderen Bundesländern sowie auf Bundesebene vorstellbar geworden ist. Darüber hinaus interessierten sich die Teilnehmer der Veranstaltung für die politischen Aussagen der derzeitigen Thüringer Landesregierung zur weiteren Aufarbeitung der SED-Diktatur und erste Erfahrungen in der konkreten Umsetzung. Auch ein Vergleich mit der Entwicklung der Auseinandersetzung der westdeutschen Gesellschaft in der Bonner Republik im Umgang mit NS-Tätern und -Unrecht wurde in Bezug auf die seit Anfang der 1970er Jahre entstandenen Geschichtswerkstätten ausgelotet.

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Meldung vom 18. Juni 2015

„Wir schauen in die Vergangenheit, unser Tun aber richtet sich in die Zukunft“


Der 17. Juni 2015 war in zweierlei Hinsicht ein bedeutender Tag für die Geschichtswerkstatt Jena: Neben dem Gedenken anlässlich des 62. Jahrestages des DDR-Volksaufstandes 1953 konnte der Verein auch seinen 20. Geburtstag begehen. Am 17. Juni 1995 fanden sich zahlreichreiche Engagierte und Interessierte zusammen, um eine Geschichtswerkstatt in Jena zu gründen, die sich intensiv mit der Aufarbeitung beider deutscher Diktaturen im 20. Jahrhundert beschäftigt. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass das alljährliche Erinnern an die Ereignisse des 17. Juni 1953 in Jena ein wichtiges Anliegen der Geschichtswerkstatt ist.

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Meldung vom 03. Juni 2015

Einladung zum 17. Juni 2015: 62. Jahrestag des DDR-Volksaufstandes 1953 und 20. Geburtstag der Geschichtswerkstatt Jena

Gedenktafel HolzmarktAlljährlich ist es ein zentrales Anliegen der Geschichtswerkstatt Jena, an den DDR-Volksaufstand vom 17. Juni 1953 zu erinnern. Auch im Jahr 2015 wollen wir dies gemeinsam mit Zeitzeugen, unseren Vereinsmitgliedern, aber auch Repräsentanten der Stadt Jena, ihren Bürgern und allen Interessierten tun.

Der 17. Juni 2015 hat für unseren Verein überdies in anderer Hinsicht eine wichtige Bedeutung: Vor 20 Jahren, am 17. Juni 1995, gründeten Vertreter aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft die Geschichtswerkstatt Jena. Damals wie heute ist es das Ziel unseres Vereins, die (regionale) Aufarbeitung beider deutscher Diktaturen im 20. Jahrhundert tatkräftig zu fördern.

Sehr herzlich laden wir Sie vor diesem Hintergrund zu folgenden Veranstaltungen am Mittwoch, den 17. Juni 2015 in Jena ein:

16:30 Uhr: Kranzniederlegung des Jenaer Oberbürgermeisters Dr. Albrecht Schröter (Gedenktafel am Sparkassengebäude des Holzmarktes)

17:30 Uhr: Eröffnung der Ausstellung „Wir wollen freie Menschen sein! Der DDR-Volksaufstand vom 17. Juni 1953“ im Historischen Rathaus (Markt 1, 07743 Jena) mit Grußworten des Jenaer Oberbürgermeisters sowie des Vorsitzenden der Geschichtswerkstatt Jena, Dr. Henning Pietzsch

18:00 Uhr: Historische Stadtführung zum 17. Juni 1953 in Jena mit Detlef Himmelreich (Treffpunkt: Arkaden des Historischen Rathauses)


Foto: Gedenktafel am Sparkassengebäude des Jenaer Holzmarktes / Stefan Walter

Meldung vom 20. Mai 2015

Zeitzeugendokumentation „Der 17. Juni 1953 in Jena. Skizzen eines Aufstandes“ zu Pfingsten bei JenaTV

Unsere filmische Zeitzeugendokumentation 17. Juni 1953 in Jena„Der 17. Juni 1953 in Jena. Skizzen eines Aufstandes“ ist während des kommenden Pfingstwochenendes bei JenaTV zu sehen. Beginnend am 23. Mai 2015 um 19:30 Uhr wird der Film bis zum Nachmittag des 26. Mai 2015 alle drei Stunden ausgestrahlt. Der genaue Zeitplan kann hier eingesehen werden. Nähere Informationen zu den Empfangsmöglichkeiten von JenaTV im Kabelnetz oder per Smart-TV sind hier verfügbar.

Am 17. Juni 1953 ereignete sich in Jena ein Aufstand, so wie in vielen Städten der damaligen DDR auch. Viele tausend Menschen forderten sofortige Veränderungen der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse, strebten nach Freiheiten und hatten den Wunsch nach einem besseren Leben. Weshalb kam es am 17. Juni 1953 zum Volksaufstand, was geschah in Jena und warum? Wie drückte sich der Protest aus, wie soll und kann daran heutzutage angemessen erinnert werden? In der filmischen Dokumentation von Torsten Eckold und Daniel Börner (Produktionsjahr: 2014; Länge: 63 min) geben nicht Historiker eine Antwort, sondern Augenzeugen der Geschehnisse vor nunmehr 62 Jahren. Aus den Perspektiven von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen entsteht eine vielschichtige, emotionale und persönliche Collage der Ereignisse im Sommer 1953.

Einige Ausschnitte der Zeitzeugendokumentation können vorab hier auf unserer Homepage angesehen werden.


Foto: Sowjetischer Panzer am Nachmittag des 17. Juni 1953 in Jena / Archiv GWS

Meldung vom 13. Mai 2015

„ÜberWunden“ – Bericht zum 19. Bundeskongress in Fulda und Point Alpha


Vom 8. bis 10. Mai 2015 fand in Fulda und Point Alpha der 19. Bundeskongress der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen und zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit den Verfolgtenverbänden und Aufarbeitungsinitiativen statt. Über 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland kamen zusammen, um sich unter dem Motto „ÜberWunden“ mit Anfang und Ende der deutschen und europäischen Teilung 1945/1990 zu beschäftigen. Die deutsche Einheit im europäischen Kontext provoziere jedoch auch die Frage nach der europäischen Dimension der Erinnerung an die SED-Diktatur, so der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (ThLA) als Veranstalter des Kongresses. Diesen Fragestellungen sollte in mehreren Vorträgen und Podien, aber auch durch den Besuch der Gedenkstätte Point Alpha nachgegangen werden.

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Meldung vom 12. Mai 2015

Aktuelle Gerichtsbeschlüsse zu DDR-Heimkindern

Die Geschichtswerkstatt Jena möchte auf aktuelle Beschlüsse des Oberlandesgerichts Naumburg und des Kammergerichts Berlin hinweisen, die sich mit dem Schicksal von DDR-Heimkindern beschäftigen. Sie können diese Beschlüsse in voller Länge als PDF-Dateien hier (OLG Naumburg) und hier (KG Berlin) herunterladen; es folgt eine zentrale Passage aus dem Beschluss des OLG Naumburg:

„Der Senat stellt fest, dass es Ziel der Heimunterbringungen war, die Persönlichkeit des Betroffenen zu zerstören und ihn durch brutale Unterdrückung und Misshandlung zu einem willenlosen Befehlsempfänger zu machen. Dies geschah durch systematische Entrechtung, planmäßige Begehung von Straftaten und Erniedrigung des Betroffenen, der damals ein zwischen sechs und zehn Jahre altes Kind war. Wegen der vom Betroffenen eindrucksvoll, detailliert und schlüssig geschilderten Verhältnisse in den Heimen, unter denen nicht nur er, sondern alle untergebrachten Kinder zu leiden hatten, ergibt sich, dass die zahllosen Übergriffe gegen den Betroffenen nicht auf persönliches Fehlverhalten einzelner Erzieher zurückgingen, sondern System hatten. Der glaubhafte und schlüssige Vortrag des Betroffenen wird im Übrigen hinsichtlich der allgemeinen Zustände in den Kinderheimen teilweise von dem bei den Akten (Bl. 182 f.) befindlichen Bericht der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur vom 2. Oktober 2010 bestätigt.“

Meldung vom 30. April 2015

Suche nach Zeit- und Augenzeugen: Friedliche Revolution und Deutsche Einheit in Jena

Aufruf Zeitzeugenwerkstatt 2015Die Geschichtswerkstatt Jena arbeitet an ihrer 5. Zeitzeugenwerkstatt. Nach Zeitzeugenprojekten zur deutsch-deutschen Teilung oder dem 17. Juni 1953 in Jena wird die diesjährige Zeitzeugenwerkstatt mit dem vielschichtigen Doppelereignis Friedliche Revolution und Wiedervereinigung fortgeführt.

Standen für die erste durchgeführte Zeitzeugenwerkstatt im Jahr 2009 vor allem Protagonisten und Gesichter sowie Chronologie und Rekonstruktion der Ereignisse des Herbstes 1989 im Vordergrund, ergänzen nun vor allem Fragen zu unterschiedlichen Lebensläufen zwischen 1989 und 2015 die Bilanz nach rund 25 Jahren Deutscher Einheit.

Für die aktuelle Zeitzeugenwerkstatt der Geschichtswerkstatt Jena werden noch interessierte Zeitzeuginnen und Zeitzeugen gesucht, die über persönliche Ereignisse, Erfahrungen und Erinnerungen mit uns ins Gespräch kommen möchten. Darüber hinaus werden weiterhin Dokumente (Bilder, Töne, Videos, Fotos, private Aufzeichnungen o. ä.) zur Geschichte der Friedlichen Revolution in Jena gesucht.

Die Gespräche werden per Video aufgezeichnet und für eine dauerhafte Archivierung dokumentiert. Am 3. Oktober 2015 wird die daraus entstandene filmische Zeitzeugendokumentation im Jenaer Kino „Schillerhof“ präsentiert. Das Projekt wird durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert. Meldungen von oder Empfehlungen für Zeitzeugen werden bis spätestens zum 15. Mai 2015 per Mail an kontakt(at)geschichtswerkstatt-jena.de bzw. per Telefon unter (0 36 41) 82 12 35 erbeten.

Bislang sind vier Zeitzeugendokumentationen erschienen, die auf DVD erhältlich sind. Nähere Informationen und Bestellmöglichkeiten stehen hier zur Verfügung.


Foto: Demonstration in Jena, im Hintergrund die Stadtkirche St. Michael, Dezember 1989 / Dieter Urban

Meldung vom 20. April 2015

Goldgräberzeit in Jena – Eine Audio-Installation mit Zeitzeugenberichten aus den frühen 1990ern von Torsten Cott und Torsten Eckold

Wer erinnert sich noch daran, wie das war so kurz nach der Wende? An die Zeit, als alles möglich war und auch alles passierte? Demonstrationen gegen den 1. Irakkrieg, während die Glatzen Jagd auf Vietnamesen machten?

Die vielen kulturellen Neugründungen vom Kassablanca über den KuKuk-Verein bis zum Theaterhaus, während Carl Zeiss Jena zerschlagen wurde? Der Ausverkauf der Exquisitläden, zollfreie Zigaretten an jeder Ecke und die vielen neuen Kneipen?

Die Umweltaktivisten, die vor der Verseuchung des Grundwassers durch Spezialabteilungen von Jenapharm warnten, während „Kaufland“ und „Globus“ die grünen Wiesen betonierten?

Torsten Cott und Torsten Eckold haben aus der im Archiv der Geschichtswerkstatt Jena e.V. aufgebauten Zeitzeugenwerkstatt und aus eigenen Zeitzeugendokumenten Berichte und Tondokumente ausgesucht, welche die besondere Stimmung dieser Jahre widerspiegeln.

Ein ganz subjektiver Kommentar zu unserer aktuellen Produktion „Der schlechte Geschmack“.

Die Installation ist vom 16. bis zum 28. April auf unserer Unterbühne jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn zu erleben.

  • Bericht in der OTZ vom 21.04.2015.
  • Die Pressemitteilung als Download.
  • Link zum Theaterhaus Jena.
  • Eine Rezension des Theaterstücks „Der schlechte Geschmack“ in der TLZ.
Meldung vom 02. April 2015

Ausgabe 1/2015 der "Gerbergasse 18" erschienen

Cover Heft 74

Die Ausgabe 1/2015 unserer Zeitschrift "Gerbergasse 18" ist erschienen. Ihr Schwerpunkt ist das Thema „Soldat sein“.

Die Führung der DDR war stolz auf den Rang, den das Militär in ihrem Staat einnahm. Alle gesellschaftlichen Bereiche sollten von den Belangen der Landesverteidigung durchdrungen sein. Die neue „Gerbergasse 18“ erklärt, welchen Soldaten der zweite deutsche Staat vor 1989 wollte und welchen „Klassenauftrag“ er ihm zuwies. Ein Beitrag über „Honeckers Afrikakorps“ zeigt, dass die Problematik militärischer Operationen außerhalb der eigenen Grenzen älter ist als gemeinhin angenommen. Aber natürlich geht es bei der Frage nach dem „Soldat sein“ auch um den Einzelnen selbst, der mehr oder weniger freiwillig den Dienst an der Waffe leistete. So berichtet ein ehemaliger NVA-Wehrdienstleistender über seine Erfahrungen zwischen „Ehrendienst“ einerseits und alltäglicher Schikane durch Vorgesetzte und die eigenen Kameraden andererseits.

Weitere Themen in der neuen Ausgabe sind konspirative Stasi-Wohnungen in Rudolstadt, Schwierigkeiten der Rehabilitierung von SED-Unrecht, die Stasi-Verstrickung des Thüringer Sportfunktionärs Rolf Beilschmidt (Materialsammlung) und der Umgang junger Menschen mit der deutschen Zeitgeschichte. Eine Rezension beschäftigt sich mit dem Individuum in der Diktatur zwischen Anpassung und Widerstand. 

Das Inhaltsverzeichnis und einige Leseproben sind hier abrufbar, zudem können Sie das Heft über das Kontaktformular bestellen. 

Im Jenaer Buchhandel ist die neue Ausgabe ab sofort erhältlich.

Meldung vom 31. März 2015

Vorstand der Geschichtswerkstatt Jena im Amt bestätigt

Die Mitglieder der Geschichtswerkstatt Jena GWS-Bürohaben ihren Vereinsvorstand im Amt bestätigt. Die am 28. März 2015 tagende Mitgliederversammlung wählte Dr. Henning Pietzsch erneut zum Vorsitzenden und Maria Palme wiederum zur Schatzmeisterin. Der Vorstand wird weiterhin ergänzt durch Daniel Börner und Matthias Tordinic. Marco Stritzinger kandidierte aus persönlichen Gründen nicht mehr, so dass an seiner Stelle Torsten Eckold in den Vorstand gewählt wurde. Die Mitglieder zogen angesichts zahlreicher absolvierter Projekte und durchgeführter Veranstaltungen ein positives Resümee der zurückliegenden Vereinsarbeit. Im weiteren Verlauf des Jahres 2015 steht neben neuen Ausgaben der Zeitschrift „Gerbergasse 18“ vor allem die Zeitzeugenwerkstatt zu 25 Jahren Friedlicher Revolution und Deutscher Einheit in Jena im Mittelpunkt der Vereinsarbeit.

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Meldung vom 30. März 2015

Beratungs- und Gesprächsangebot für Betroffene von SED-Unrecht in Altenburg

Termin: Dienstag, 28. April 2015, 09:00 – 12:00 und 13:30 – 17:00 Uhr
Ort: Landratsamt Altenburger Land, Lindenaustr. 9, 04600 Altenburg / Raum 220 (1. Etage)

Im Auftrag des Landesbeauftragten des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur informiert das Bürgerkomitee des Landes Thüringen e.V. Betroffene und deren Angehörige/Hinterbliebene zu den Rehabilitierungsmöglichkeiten nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen und den daran geknüpften sozialen Ausgleichs- und Unterstützungsleistungen. Er berät und unterstützt Sie bei den entsprechenden Antragstellungen und bietet die Möglichkeit des Gesprächs über Erlebtes oder Erlittenes in der ehemaligen DDR in einem geschützten Rahmen.

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Meldung vom 27. März 2015

Angebote an ungewöhnlichen Lernorten – Die Geschichtswerkstatt Jena baut ihre Bildungsarbeit aus

Das neue Bildungsprojekt „Wende der GeschichtscomicGenerationen“ widmet sich historischen und aktuellen Fragestellungen an Gesellschaft, Politik sowie die Rolle des Einzelnen. Im Mittelpunkt steht das Miteinander unterschiedlicher Generationen: Ihre Erfahrungen, Prägungen und Lebensläufe, ebenso das Gespräch, der Austausch und das Verständnis füreinander, vor allem aber das Lernen voneinander.

Bis Ende 2016 wird das Bildungsprogramm im Rahmen des Innovationsfonds vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und regelmäßig an außerschulischen Bildungs- und Lernorten durchgeführt. Etwa im Thüringer Jugendarrest Arnstadt oder im Rahmen von beruflichen Integrationsmaßnahmen für junge Erwachsene im Saale-Holzland-Kreis.

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Meldung vom 26. Februar 2015

Lesung mit Roland Jahn: Anpassung oder Widerstand als individuelle Entscheidung

Rund 300 Personen versammelten sich am Abend des 25. Februar 2015 im Jenaer Volkshaus, um einer Lesung mit Roland Jahn aus seinem neuen Buch „Wir Angepassten. Überleben in der DDR“ beizuwohnen. Er war damit einer Einladung der Ernst-Abbe-Bücherei Jena und der Geschichtswerkstatt Jena in seine alte Heimat gefolgt. Jahn, geboren 1953 in Jena, wurde 1982 nach „staatsfeindlichen“ Aktivitäten inhaftiert und verurteilt und 1983 in den Westen abgeschoben. Er hielt Kontakt zu DDR-Oppositionellen und berichtete für ARD und ZDF über Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in der DDR. 2011 wurde er vom Deutschen Bundestag zum Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen gewählt.

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Meldung vom 05. Februar 2015

Anpassung als evolutionäre Notwendigkeit und Überlebensstrategie in der Diktatur

Rezension zu Roland Jahn: Wir Angepassten. Überleben in der DDR, Cover JahnMünchen 2014

Als Historiker kann man sich manchmal nicht dem Gedanken erwehren, dass die Bedeutung von Zeitzeugen in der jüngsten Zeitgeschichte gelegentlich überbeansprucht wird. Gleichzeitig ist die Zeitzeugenschaft eine wichtige Quelle, die ihre Risiken hat. Denn das Erinnerte wird nicht selten in der Wiederholung neu zusammengesetzt. Es entstehen dabei oft andere Bilder der Erinnerung, die das Erinnerte neu zusammensetzen. Deshalb wird jeder seriöse Historiker stets versuchen, die Erinnerungen der Zeitzeugen mit anderen Quellen in einen Kontext zu stellen, um den „Wahrheitsgehalt“ zu entschlüsseln. Gerade auch deshalb, weil inzwischen eine Vielzahl an zeitzeugengestützter Erinnerungsliteratur veröffentlicht wurde. Und jede darin festgehaltene Erinnerung ist zunächst für sich gesehen „die“ Wahrheit, die oft genug aus der subjektiven Reflexion und Erinnerung zur allgemeingültigen Wahrheit erhoben wird. Weiter ...

Text: Dr. Henning Pietzsch
Cover: Piper Verlag


 
Veranstaltungshinweis:

Lesung mit Roland Jahn aus "Wir Angepassten. Überleben in der DDR"
Termin: Mittwoch, 25. Februar 2015, um 20:00 Uhr
Ort: Volkshaus (Großer Saal), Carl-Zeiß-Platz 15, 07743 Jena
Eintritt: VVK (Touristinfo) 6,- / 8,- €; AK 8,- / 10,- €
Nähere Informationen zur Lesung sind hier abrufbar.

Meldung vom 02. Februar 2015

Die Geschichtswerkstatt bei der Geschichtsmesse 2015 in Suhl

Vom 29. bis 31. Januar 2015 fand in Suhl die 8. Geschichtsmesse der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur statt – wie bereits in den vergangenen Jahren unter Beteiligung der Geschichtswerkstatt Jena. An unserem Informationsstand konnten wir über die Arbeit des Vereins informieren und unsere Zeitschrift „Gerbergasse 18“ sowie filmische Dokumentationen unserer Zeitzeugenwerkstatt anbieten. Erfreulicherweise stießen diese Offerten auf reges Interesse, gleichzeitig ergab sich die Gelegenheit zu zahlreichen Gesprächen über Themen der Aufarbeitung und mögliche Kooperationen in der Zukunft.

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Meldung vom 28. Januar 2015

„Der Mann, der durch die Mauer ging“

Rezension zur Ausstellung „Aus dem Fels der Verzweiflung einen Stein der Hoffnung hauen“. Martin Luther King und die DDR

Seit dem 18. Januar 2015 ist in der Jakobskirche zu Weimar die Ausstellung „Aus dem Fels der Verzweiflung einen Stein der Hoffnung hauen“. Martin Luther King und die DDR zu sehen (bis zum 15. Februar 2015), die das 50-jährige Jubiläum des Besuches Martin Luther Kings in Ost-Berlin 1964 zum Anlass nimmt. Bei der Ausstellungseröffnung wurde in einem von Michael Haspel (Evangelische Akademie Thüringen) geleiteten Gottesdienst das Denken und Engagement Luther Kings und zugleich dessen Durchdringung mit christlichem Gedankengut thematisiert. Sein Wirken wurde dabei als Auftrag für uns Nachgeborene begriffen. Anschließend eröffnete Georg Meusel (Ehrenvorsitzender des Martin-Luther-King-Zentrums zu Werdau) die Ausstellung mit einigen Anekdoten. Meusel engagierte sich sehr früh und noch heute für die Verbreitung der Ideen Martin Luther Kings und berichtete, nicht ohne emotionale Erregung, von seinem Bemühen in der DDR, eine Briefmarkensammlung mit Motiven von King zu erstellen. Weiter ...

Text/Fotos: Günter Lipfert

Meldung vom 27. Januar 2015

"Jenaer Zeitschrift untersucht DDR-Zwangsarbeit neu"

Cover Heft 73In der heutigen Ostthüringer Zeitung beschäftigt sich ein Artikel von Jens Voigt mit dem Schwerpunktthema von Heft 73 unserer Zeitschrift "Gerbergasse 18".

Wer Heft 73 erwerben will, findet noch Exemplare im Jenaer Buchhandel oder kann sich über das Kontaktformular direkt an die Geschichtswerkstatt wenden. Eine Leseprobe des Aufsatzes von Dr. Tobias Wunschik über das Thema "Der Arbeitseinsatz von Gefangenen in der DDR und ihr Anteil am Westexport" kann hier abgerufen werden.

Meldung vom 16. Januar 2015

Verleih der Ausstellung "Der Weg zur Deutschen Einheit"

2015 ist seit der Wiedervereinigung DeutschlandsAusstellung 2015 ein Vierteljahrhundert vergangen. Aus diesem Anlass präsentieren die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Auswärtige Amt eine Ausstellung, die den Weg zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 nachzeichnet.

Die Friedliche Revolution in der DDR setzte die Frage der deutschen Einheit unverhofft auf die Tagesordnung der deutschen und internationalen Politik. Beschrieben wird, wie dies geschah, durch Ausstellungstexte und über 150 Fotos und Faksimiles. Die Schau widmet sich der innerdeutschen Entwicklung. Auch werden die diplomatischen Verhandlungen dokumentiert, die den Weg zur Wiedervereinigung im Einvernehmen mit den europäischen Nachbarn sowie den USA ermöglichten.

Dank dem Projekt Gedächtnis der Nation können Besucher mittels QR-Codes auf 18 Videopodcasts zugreifen. Sie brauchen lediglich internetfähige Mobiltelefone. Zeitzeugen erinnern an die ereignisreiche Entwicklung im Jahr 1990. Entworfen hat die Ausstellung der Zeithistoriker Dr. Ulrich Mählert, der in der Bundesstiftung Aufarbeitung den Arbeitsbereich Wissenschaft leitet. Die Ausstellung lädt ein, sich mit der Geschichte von Diktatur und Demokratie im Europa des 20. Jahrhunderts auseinanderzusetzen – in (Volkshoch-)Schulen ebenso gut wie in Stadtbibliotheken. Zugleich eignet sie sich als Rahmen für Filmvorführungen, Zeitzeugengespräche, Buchvorstellungen und andere Veranstaltungen zum Thema. Nähere Informationen zu Inhalt und Aufmachung der Ausstellung finden sich auf Homepage der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

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Meldung vom 13. Januar 2015

Lesung mit Roland Jahn am 25. Februar 2015 in Jena

CoverRoland Jahn: „Wir Angepassten. Überleben in der DDR“
Termin: Mittwoch, 25. Februar 2015, um 20:00 Uhr
Ort: Volkshaus (Großer Saal), Carl-Zeiß-Platz 15, 07743 Jena
Eintritt: VVK (Touristinfo) 6,- / 8,- €; AK 8,- / 10,- €

Roland Jahn, geboren 1953 in Jena, wurde 1982 nach „staatsfeindlichen“ Aktivitäten inhaftiert und verurteilt und 1983 in den Westen abgeschoben. Er hielt Kontakt zu DDR-Oppositionellen und berichtete für ARD und ZDF über Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in der DDR. 2011 wurde er vom Deutschen Bundestag zum Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen gewählt.

„‚Wir Angepassten‘ erhält Erinnerungen an mein Leben in der DDR, an Geschichten von Freunden und Weggefährten. ... Es sind Beschreibungen anhand konkreter Erlebnisse, die Menschen dazu bewogen haben, sich zu gewöhnen, zu schweigen, mitzulaufen oder auch die Angst zu überwinden. Allen diesen Erinnerungen ist gemeinsam, dass sie zeigen, dass das Leben unter den Bedingungen der Diktatur Menschen oft vor unmögliche Entscheidungen stellt. Das eigene Menschsein wird auf eine bisweilen absurde Art getestet. ... Niemand war nur gut oder nur schlecht. Nur widersprechend oder nur angepasst. Viele Menschen haben versucht, aufrecht unter den Bedingungen des ‚real existierenden Sozialismus‘ zu leben. Nicht immer ist es gelungen.“ (Roland Jahn in seinem Vorwort)

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Meldung vom 12. Januar 2015

Bildungsprojekt der Geschichtswerkstatt gestartet Wende der Generationen – Wandel braucht Annäherung

Im Herbst 2014 startete ein neues Bildungs-
projekt der Geschichtswerkstatt Jena mit zwei Projektwochen in Arnstadt und Eisenberg. Bis Ende 2016 wird das historisch-politische Projekt "Wende der Generationen" im Rahmen des Innovationsfonds vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und regelmäßig an außerschulischen Bildungsorten durchgeführt. Das Projekt richtet sich primär an Jugendliche und gestaltet dabei eine aktive Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen gesellschaftlichen Fragen als Element des Kinder- und Jugendplan des Bundes. Der Innovationsfonds stellt den Partizipationsansatz in den Vordergrund, um verschiedene Strategien und Modelle zur Sicherung einer gelingenden Jugendbeteiligung zu entwickeln.

Ein ausführlicher Pressebeitrag ist vergangene Woche in TLZ und OTZ erschienen. Über Fortgang, Inhalte und Aktivitäten des Projektes wird zukünftig hier und in einem eigenen Projektblog berichtet.

 
 
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