Aktuelle Meldungen und Veranstaltungen

Meldung vom 01. Dezember 2016

Einladung: Zeitzeugendokumentation "Alltag in der DDR" am 4.12. in Suhl

Vor 27 Jahren, in der Nacht vom 4. zum 5. Dezember 1989, zogen ZZW-Flyermehr als 3000 Bürger vor die "Stasi-Burg" in Suhl. Nachdem Tränengas eingesetzt wurde und die Situation zu eskalieren drohte, wurde 15 Bürgern der Eintritt in die Stasi-Zentrale gewährt. Mithilfe couragierter Busfahrer und Bürger gelang es ihnen, die Bezirksverwaltung des MfS zu besetzen und die bereits eingeleitete Aktenvernichtung zu stoppen.

Mit einem Tag der Offenen Tür am 4. Dezember 2016 wollen der Thüringer Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen an die Ereignisse am authentischen Ort erinnern.

Im Rahmen des Tages der Offenen Tür wird um 13:30 und 16:00 Uhr die 60-minütige filmische Zeitzeugendokumentation "Alltag in der DDR" der Geschichtswerkstatt Jena gezeigt. Der Eintritt ist frei. Im Nachgang besteht die Möglichkeit für ein Publikumsgespräch und Diskussion mit den Filmemachern.

25 Interviewte berichten in der Zeitzeugendokumentation von ihren ganz unterschiedlichen Alltagserfahrungen und DDR-Bildern, die sich mitunter widersprechen, ergänzen und letztlich doch zusammengehören. Abseits von gängigen Stereotypen oder lieb gewonnenen Klischees entsteht ein vielschichtiges und facettenreiches Mosaik zum Alltäglichen. Die filmische Dokumentation widmet sich bewusst der Kraft und dem Quellenwert der unmittelbaren Zeitzeugenschaft, um kritisch zu fragen, ob das etablierte Schlagwort von der "Nischengesellschaft" zutrifft oder wie die "Lebenswirklichkeit" bis 1989/90 heute skizziert werden kann?

Weitere Informationen können dem Programm-Flyer entnommen werden: http://www.thla-thueringen.de/images/Flyer_ThLA_Tag_der_offenen_Tuer.pdf

Meldung vom 14. November 2016

Einladung: Vortrag über die Ausbürgerung von Wolf Biermann vor 40 Jahren

Fyler Biermann-Vortrag 2016

Heute Abend findet unser Vortrag über die Ausbürgerung von Wolf Biermann vor 40 Jahren statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Montag, 14. November 2016, 18:30 Uhr
Universitätshauptgebäude (UHG), Fürstengraben 1, 07743 Jena
Hörsaal 235 (2. Obergeschoss)

Vor 40 Jahren wurde Wolf Biermann aus der DDR ausgebürgert. Nach einem Konzert in Köln verweigerte die Staatsmacht am 16. November 1976 dem Liedermacher die Rückkehr nach Ost-Berlin – „wegen grober Vernachlässigung staatsbürgerlicher Pflichten“. Es folgte ein Sturm der Entrüstung in Ost und West, der kaum mehr zu kontrollieren war. Prominente Künstler sowie zahlreiche DDR-Bürger im ganzen Land protestierten gegen die Entscheidung der Parteiführung. Die Mächtigen reagierten mit Drangsalierung und Repression. Die Biermann-Ausbürgerung markiert eine wichtige Zäsur in der Geschichte der DDR – für die SED-Führung ebenso wie für die Opposition.

Der Historiker Dr. Robert Grünbaum (Berlin) beleuchtet in seinem Vortrag die Ereignisse rund um die Ausbürgerung und blickt dabei insbesondere auch auf die Folgen für die DDR. Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Thüringer Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

 
 
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